Übersetzung von Evernote: globale App, lokale Sprache

Im Berufsalltag

Übersetzung von Evernote: globale App, lokale Sprache

Veröffentlicht von Greg Wén am 11 Februar 2016

Veröffentlicht von Greg Wén am 11 Februar 2016

Evernote unterstützt für seine verschiedenen Plattformen über 25 Sprachen. Der smarteste Elefant weltweit! Die Übersetzung einer App in mehrere Sprachen ist jedoch eine große Herausforderung. Um sie zu meistern, ist eine internationale Community nötig.

Michał Newiak aus Katowice ist eine der Personen, die Evernote mehrsprachig werden lassen. Genauer gesagt, er übersetzt Evernote ins Polnische. Davor hat er bereits Übersetzungen für HootSuite, Runtastic, Wunderlist und Facebook gemacht. „Ich nutze Evernote seit über fünf Jahren. Dank der Synchronisierung und der OCR-Funktion ist es ein wirklich super Tool“, erklärt Michał. „Das hat mich auch dazu gebracht, bei der Übersetzung der App zu helfen: Ich wollte auch anderen Menschen die Möglichkeit geben, die App in ihrer Muttersprache zu verwenden.“ Michał ist seit 2011 Teil der Übersetzer-Community und ist ein wichtiges Mitglied des Evernote-Lokalisierungsteams.

Die gelungene Anpassung eines Produkts für die Nutzung in einem bestimmen Land sollte für den Endnutzer gar nicht wahrnehmbar sein. Denn die Lokalisierung ist viel mehr als eine Wort-für-Wort-Übersetzung. Voraussetzung ist ein tiefgreifendes Verständnis der verschiedenen Facetten einer Sprache: von der Syntax über Redewendungen bis zu kulturellen Aspekten. Doch manchmal sind die einfachsten Ideen am schwierigsten umzusetzen.

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„Im Polnischen hängt die Konstruktion eines Worts oder eines Satzes oft von einer Reihe von Faktoren ab, zum Beispiel vom Geschlecht des Sprechers bzw. Zuhörers, von der Anzahl der Sprecher oder Zuhörer und von der verwendeten Anredeform. Wenn man das im Hinterkopf behält, kann man auch verstehen, warum wir für „Willkommen“ vier verschiedene Möglichkeiten haben.“

„Abgesehen von den morphologischen Eigenheiten des Polnischen kann ich sagen, dass sich der Übersetzungsprozess in Evernote in den Jahren, seit ich dabei bin, deutlich weiterentwickelt hat“, erzählt Michał. „Zu Beginn habe ich alles von Grund auf neu übersetzt. Für die Texte gab es keinen Kontext, keine Referenzen oder andere Hintergrundinformationen. Damals war das aber kein Problem, da alle Projekte zusammen wohl weniger Umfang hatten als die Evernote iOS-App heute.“ Als das Produkt wuchs, wurden für die Lokalisierung neue Funktionen wie Kontextvorschauen und ein Translation-Memory-System eingeführt, um die Übersetzung und die Verwaltung der Texte zu vereinfachen.

„MEHR TEMPO UND MEHR QUALITÄT – WIR SIND INZWISCHEN EIN EINGESPIELTES TEAM.“

Michał erklärt, dass der Übersetzungsprozess inzwischen viel geradliniger ist. „Wir verwenden das Verwaltungssystem Pootle. Dort sehen wir den zu übersetzenden Text in Sätze unterteilt. Neben jedem Satz findet man weitere Beschreibungen, Screenshots und manchmal auch Links, um eine Vorschau der Webseiten aufzurufen, auf denen der Text dann zusehen sein wird.“ Übersetzer erhalten auch Zugriff auf Testversionen der App, damit sie ihre Übersetzungen vor der Veröffentlichung anzeigen können.

Für Michał ist Übersetzen vom Hobby zu sehr viel mehr geworden. „Ich bin stolz, sehr zufrieden und fühle mich geehrt, dass eine Million Nutzer tagtäglich meine Übersetzungen verwenden. Dabei ein offizielles Mitglied des Evernote-Lokalisierungsteams zu sein, ist das Sahnehäubchen.“ Oder wie es auf Polnisch heißt: „wisienka na torcie“– die Kirsche oben auf.

Wenn ihr unsere vorhandenen Übersetzungen verbessern oder uns dabei unterstützen möchtet, dass Evernote auch in eurer Sprache verfügbar ist, tretet der Evernote Translation Community bei und wendet euch an unser Lokalisierungsteam. Zusammen können wir Evernote noch weiter verbessern.

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