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Kampf für gleichen Lohn – mit Evernote an ihrer Seite

Kampf für gleichen Lohn – mit Evernote an ihrer Seite

Veröffentlicht von Lisa Dornell am 15 März 2018

Veröffentlicht von Lisa Dornell am 15 März 2018

In ihrem Buch Navigating the Career Jungle: A Guide for Young Professionals hat die Autorin und Karriereberaterin Jacqueline V. Twillie gleich zu Beginn einen jener leicht nachvollziehbaren Ratschläge zur Hand, die offensichtlich sein sollten, es in der Realität aber nicht sind.

Nachdem sie erklärt hat, dass es beim Networking nicht darum geht, Visitenkarten zu sammeln, sondern tatsächlich mit Menschen in Beziehung zu treten, weist sie darauf hin, dass das Schmieden bedeutungsvoller Beziehungen mit Arbeit verbunden ist. Um bei potenziellen Arbeitgebern oder Kunden einen guten Eindruck zu hinterlassen, „muss man vorbereitet zu einem Termin erscheinen und bereit sein, eine sich bietende Gelegenheit zu nutzen“.

Gut vorbereitet zu sein, zeigt deinen wahren Wert

Dieser Verweis auf die Bedeutung guter Vorbereitung ist einer der Grundgedanken bei der Mission von Twillie. Ein weiterer besteht darin, junge Berufstätige bei ihrem Vorankommen zu unterstützen. Während sie praktische Ratschläge gibt, die jeder und jede Angestellte bei Gehaltsverhandlungen nutzen kann, gilt ihre eigentliche Leidenschaft dem Kampf gegen das anhaltende geschlechtsspezifische Lohngefälle in den USA, das dazu führt, dass Frauen für gleichwertige Arbeiten üblicherweise schlechter bezahlt werden als Männer. „Das ist es, wozu ich bestimmt bin“, teilte sie mit.

Twillies Ansatz stützt sich auf ihre persönlichen Erfahrungen, die sie bei ihrer Arbeit für so unterschiedliche Organisationen wie AT&T und den Centers for Disease Control and Prevention (einer US-amerikanischen Bundesbehörde des Gesundheitsministeriums) gesammelt hat. Sie war zudem für einen Personalvermittler in der IT-Branche tätig, das Fortune-500-Unternehmen dabei unterstützt, die richtigen Personen für den richtigen Job zu finden. Während ihrer gesamten unternehmerischen Laufbahn hat sie die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede aus erster Hand erlebt.

„Frauen müssen über das Lohngefälle aufgeklärt werden, denn es gibt viele Missverständnisse“, sagte sie. „Dass gleicher Lohn es in die Nachrichten schafft, ist großartig, um ein Bewusstsein zu schaffen; aber Frauen brauchen die Ausbildung und die Werkzeuge, um für sich selbst eintreten zu können, damit sie gleichen Lohn erhalten. Es ist keine Schlacht, sondern lediglich ein Gespräch.“

Nach Twillie stützt sich dieses Gespräch auf vier Säulen:

  1. Vorbereiten: Finde heraus, welches Gehalt du in deiner Funktion und Branche verdienen solltest.
  2. Üben: Plane deinen Pitch im Vorfeld, komme schwierigen Fragen zuvor und bereite deine Antworten vor.
  3. Nachfragen: Arbeite deine Zweifel, Ängste und Unsicherheiten ab, damit du den Mut aufbringst, mehr zu verlangen.
  4. Entscheiden: Mache dir klar, dass du nicht gleich das erste Angebot eines Arbeitgebers annehmen musst. Bitte um ein paar Tage Bedenkzeit, damit du die richtige Entscheidung treffen kannst.

Twillie rät Frauen auch dazu, ihre Herangehensweise an Bewerbungsgespräche zu ändern: Je mehr eine Kandidatin dazu fähig ist, ihre Erfahrungen aus früheren Beschäftigungen und ihr Branchenwissen hervorzuheben, desto stärker ist ihre Verhandlungsposition.

Wie immer beginnt alles mit guter Vorbereitung, Recherche und dem Zusammentragen aller Gedanken.

Von der Ideensammlung zum geschriebenen Buch

Um ihrem eigenen Anspruch in puncto Vorbereitung gerecht zu werden, wendete Twillie sich Evernote zu.

„Ich verwende Evernote schon seit 2009“, erzählte sie. „Meine erste Notiz bezog sich auf eine Predigt in der Kirche.“ Aber sie fand die Anwendung ebenso nützlich für ihre Arbeit. „Ich hatte gerade eine neue Arbeitsstelle in einer neuen Stadt begonnen und suchte nach einer Möglichkeit, effizienter zu arbeiten. Ich hatte viele Meetings, und Evernote war meiner Meinung nach das beste Werkzeug, um organisiert zu bleiben.“

Evernote entwickelte sich schnell von einer einfachen Möglichkeit, um lose verbundene Ideen zu sammeln, zu einem wertvollen Organisationsmittel, das Twillie schließlich dazu verhalf, ihre kreative Seite mit ihrer unternehmerischen Seite zu verbinden.

„Ich habe einen Teil meines ersten Buches mit Evernote geschrieben“, sagte sie. „Während meiner Arbeit an dem Buch hatte ich eine Vollzeitstelle. Ich nahm an, dass an meinem Arbeitsplatz Dinge passieren könnten, die gut in mein Buch passen würden. Ich würde dies alles in Evernote festhalten. Und wenn mir während der Fahrt eine tolle Idee kam, konnte ich eine Sprachaufnahme in einer Notiz speichern, um diese Idee festzuhalten.“

Evernote ist heute eines ihrer meistgenutzten Werkzeuge. „Es erweist sich immer wieder als nützlich. Es befindet sich auf meinem Startbildschirm und gehört zu meinen vier wichtigsten Apps.“

Am Anfang waren die Grundfunktionen

Für Neulinge, die von den ganzen Funktionen in Evernote überwältigt sein könnten, hält Twillie einige ihrer offenkundigen Ratschläge parat. „Spiele zunächst mit einfachen Notizen herum und probiere dann nach und nach die fortgeschrittenen Funktionen aus. Aber genau diese Funktionen machen Evernote so großartig.“ Für Twillie sind beispielsweise Audionotizen und die Fähigkeit, Fotos von Notizen zu machen, die sie in ihrem Notizbuch von Moleskine gemacht hat, unverzichtbar. „Ich liebe die App für das Brainstorming zu einem neuen Projekt. Wenn man etwas Neues anfängt, erinnert man sich nicht immer an alle Einfälle, und darin ist Evernote einfach richtig gut.“

Twillie wiederum ist richtig gut darin, andere Menschen zu inspirieren, aufzuklären und vor allem sich für eine gute Sache einzusetzen.

„Mein Ziel ist es, weiterhin sowohl Frauen als auch Männer über die Chancengleichheit aufzuklären. Daran werde ich arbeiten, bis es kein Lohngefälle mehr gibt.“ Und wie bei allen wahren Kämpfern für die gute Sache ist es für sie nicht einfach nur eine Berufswahl. „Das ist meine Mission”, erklärte sie.

Wenn du mehr über die Arbeit von Twillie erfahren möchtest, sieh dir ihre Rede über das geschlechtsspezifische Lohngefälle (Englisch) bei der Veranstaltungsreihe CreativeMornings/Dallas an.

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