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So verwenden Evernote-Mitarbeiter Evernote: Alie – ein vielbeschäftigter Wirbelwind

So verwenden Evernote-Mitarbeiter Evernote: Alie – ein vielbeschäftigter Wirbelwind

Veröffentlicht von Pamela Rosen am 16 Juni 2017

Veröffentlicht von Pamela Rosen am 16 Juni 2017

Wenn man sich den Tagesablauf von Alie ansieht, könnte man glauben, dass sie ein paar Stunden mehr pro Tag zur Verfügung hat als der Rest von uns. Alie ist sowohl ein Ruhepol als auch ein Energiebündel. Neben ihrer Stelle bei Evernote arbeitet sie auch als Schmuckdesignerin und Kunstschmiedin. Sie ist eine Kunsthandwerkerin, die sich mit so unterschiedlichen Dingen wie Gießharz oder natürlichen Färbemitteln für Stoffe beschäftigt. Aber auch Barkeeperin, Floristin, Bäckerin, Fitnesstrainerin und Bodybuilderin, die auf landesweiten Wettbewerben teilnimmt. Zusammen mit ihren Brüdern unterstützt sie außerdem ihre Familie. Und sie ist Projektmanagerin im Bereich Marketing bei Evernote. Das Herzstück dieses vielbeschäftigten Wirbelwinds ist Evernote.

„Ich verwende nicht viel Technologie“, erklärt Alie. „Ich habe ein Smartphone und einen Laptop, aber keine anderen elektronischen Geräte.“ Sie zeigt uns ihr iPhone und die zwei Seiten mit Apps. „Die Hälfte davon nutze ich gar nicht“, gibt sie ein wenig entsetzt zu. „Ich verwende Facebook, Instagram, Yelp, Spotify, Evernote und Slack. Sonst nichts.“

Vielleicht hat die Tatsache, dass sie wenig Technologie verwendet (und das ausgerechnet in Silicon Valley, das von Technologie lebt), etwas damit zu tun, dass sie die notwendige Zeit für alle ihre Nebenbeschäftigungen und Jobs hat.

„Ich muss mir überlegen, wie ich meine Zeit einsetze“, führt sie aus, steckt ihr Smartphone ein und nimmt es während des ganzen Interviews nicht mehr in die Hand. „Ich mache nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Ich verwalte meine Zeit, indem ich mich darauf konzentriere, was ich gerade vor mir habe. Wenn ich ins Fitnessstudio gehe, habe ich eine bestimmte Routine. Ich verwende dazu eine Notiz, in der ich meine Übungen für jeden Tag festhalte. Ich sehe mir die Notiz an, mache mein Training und bin fertig.“

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In ihrer Facette als Fitnesstrainerin konzentriert sich Alie auf „Barre Workout“, ein Training, das an die Bewegungen des klassischen Balletts angelehnt ist und in den USA immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Wie auch bei ihrem eigenen Workout strukturiert Alie ihre Kurse im Vorhinein mit Evernote. Dort notiert sie Details zu den Kursteilnehmern und ihren jeweiligen Einschränkungen. So kann sie Übungen umgehend – und anscheinend mühelos – variieren. „Ich habe eine Vorlage für die Struktur des Kurses“, erklärt sie. „In jeder Einheit gibt es eine Art Rhythmus für die Übungen. Mit diesen Standardregeln will ich sichergehen, dass kein Körperteil überarbeitet wird. In meiner Vorlage liste ich die Übungen mit dem jeweiligen Nutzen auf. In der Spalte mit dem Nutzen gebe ich Punkte zur Ermutigung an. Die Musik und das Ziel stehen ganz oben. Wenn ich also mit einer Einheit beginne, habe ich alle Informationen auf einen Blick zur Hand.“

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Beispiel der Workout-Routine von Alie in Evernote

Vom Barre Workout in die Bar

Alie ist ein Fitness-Fan, seit sie ein Teenager war. Sie erkannte, dass die körperliche Aktivität ihrer Großmutter eng mit ihrem Sozialleben und das wiederum mit ihrer Lebensqualität zusammenhängt. „Übergewicht bei Kindern ist immer häufiger“, gibt Alie zu denken, die vor Kurzem in mehreren Wettbewerben einen Platz unter den fünf besten Bodybuilderinnen erreichte. „Es ist kein Geheimnis, dass diese Generation mehr wiegt als vorherige. Meine Großmutter machte Hula- und Tai-Chi-Kurse und arbeitet in ihrem Garten. Und ich glaube, dass ihr langes Leben darauf zurückzuführen ist. Gesunde Menschen leben einfach besser.“

Ihr Workout hält Alie jedoch nicht von ihrer Leidenschaft als Barkeeperin und Bäckerin ab. „Evernote ist der perfekte Ort, um Rezepte zu speichern“, rät sie. Bevor Alie zu Evernote kam, arbeitete sie als Barkeeperin und war auf heimische Spirituosen spezialisiert. „Ich arbeitete in einer Bar, in der wir zu jeder Jahreszeit eigene Getränke kreieren konnten“, erinnert sie sich. „Wir erfanden unsere eigenen Zutaten, ich machte selbst Grenadine und Amaretto. Die Rezepte dafür speicherte ich in Evernote. Ich hatte sie auf meinem Telefon, damit ich unterwegs ganz einfach Dinge besorgen konnte, die ich für die Arbeit brauchen würde.“ Sie bewahrte auch Infos zu Geschmacksproben in Evernote-Notizen auf. So konnte sie mit ihrem fotografischen Gedächtnis im Handumdrehen Getränke empfehlen.

Eine felsenfeste Methodologie

Das Schmuckgeschäft hat Alie erst vor Kurzem entdeckt. Sie lernt auf eigene Faust alles rum um das Thema Kunstschmiede und klappert an Wochenenden und Feiertagen Steinläden im Südwesten der USA ab, um mehr über Halbedelsteine zu erfahren. Eines der ersten Dinge, die sie lernen musste: Schmucksteine sind klein und gehen ganz einfach verloren. „Ich habe ein paar davon verloren und dadurch dazugelernt“, erklärt Alie. „So kann man schnell Geld verlieren. Jetzt bewahre ich meine Designs in Evernote zusammen mit Bildern der Steine auf. Ich muss halbfertige Stücke jetzt nicht immer mit mir herumschleppen, denn ich habe immer ein Bild mit dabei und kann so jederzeit nach passenden Steinen, Elementen oder Ketten suchen.“ Um Material für ihre Kunstwerke zu finden, nutze Alie die Geotagging-Funktion in Evernote, mit der sie nicht nur den Inhalt der Notiz, sondern auch den Ort, an dem sie sie erstellt hat, aufrufen kann. „Wenn ich vergesse, wo ich eine Glasperle oder einen Stein gekauft habe, aber ein Foto davon habe, suche ich danach und kann so herausfinden, wo ich es herhabe.“

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Um ihre Schmuckstücke online zu vermarkten, nutzt Alie Instagram. Alle ihre Fotos bekommen in der Regel Hunderte Likes. Die Strategie dahinter basiert auf Notizen in Evernote, in denen sie die Uhrzeit ihrer Veröffentlichungen und die am meisten verwendeten Hashtags festhält. Sie hat durch sorgfältige Recherche herausgefunden, dass mehr Nutzer auf ihre Posts reagieren, wenn sie Fotos ihres Schmucks zwischen 21 und 23 Uhr veröffentlicht. „Ich habe einfach verschiedene Hashtags ausprobiert“, erklärt sie. „Man kann Wörter eingeben und sieht dann, wie oft sie schon verwendet wurden. Ich nehme Hashtags, die momentan beliebt sind. Für den nächsten Post sehe ich mir dann zuerst an, wie erfolgreich ein bestimmter Hashtag war, um zu entscheiden, ob ich ihn noch einmal verwende.“ Um den Ablauf zu beschleunigen, hat Alie eine Liste mit ihren beliebtesten Hashtags in Evernote gespeichert. Sie muss sie dann einfach nur mehr in Instagram kopieren.

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Evernote für Romantiker

Ap­ro­pos Steine – als wir uns mit Alie für dieses Interview trafen, hatte sie gerade einen neuen Stein bekommen: auf ihrem Verlobungsring! Sie war frisch verlobt und sowohl aufgeregt als auch noch etwas schüchtern, wenn es um das Thema ging. „Wir machen lustige Dinge in Evernote“, sagt sie mit einem Lächeln. „Wir haben ein freigegebenes Notizbuch, das wir „Auditing“ nennen. Darin notieren wir Dinge, die wir gerne einmal machen würden. Wir schreiben Sehenswürdigen auf, die wir besuchen möchten, oder Spiele, die wir gerne ausprobieren möchten. Wir überraschen uns dann gegenseitig mit Veranstaltungstickets, die wir direkt in das Notizbuch einfügen.“ Ihr Zukünftiger hat auch eine geheime Notiz, auf die Alie keinen Zugriff hat, in der er alle Geschenkideen für sie notiert.

Alie und ihre Freunde nutzen Evernote auch zum Vergnügen. Ihr Lieblingsspiel ist eine Geschichte, an der jeder jeweils 250 Wörter schreiben darf. „Wir dürfen nicht darüber sprechen. Das ist eine der Regeln“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. „Wir schreiben 250 Wörter und geben die Notiz via Work Chat weiter. Die nächste Person fügt dann weitere 250 Wörter zur Geschichte hinzu. Das ist eine Art lustiges ‚Gesellschaftsspiel‘.“ Ihre spontane Geschichte hat inzwischen 20.000 Wörter und wächst noch weiter.

Die geheime Zutat

Sobald Alie Rechnungen, Dokumente, Anfragen, Einladungen und Aufgaben erhält, speichert sie sie direkt in Evernote. „Die Suchfunktion wird oft unterschätzt“, gibt Alie zu bedenken. „Denn es ist unglaublich, wenn man viele Dinge in Evernote speichert, aber sobald man alles verschiebt, an das man sich erinnern muss, ist es absolut unbezahlbar.“

„Wenn ich Evernote nicht hätte, ich wüsste nicht, wo ich das alles speichern würde. Ich hätte nicht den Überblick, sondern hätte alle Infos irgendwo verteilt. Ich bin nicht auf technische Spielereien versessen “, gibt Alie zu. „Meine Energie und Leidenschaft helfen mir, aber einen erheblichen Anteil daran, dass ich Dinge erfolgreich erledige, hat auf alle Fälle Evernote. Wenn ich meinen Computer verwende, habe ich bestimmt Evernote geöffnet.“

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