Tipps & Tricks

Wie Lehrer Felix Schaumburg mit Evernote seinen Unterricht papierfrei hält

Veröffentlicht von Evernote am 12 März 2012

Veröffentlicht von Evernote am 12 März 2012

Kommentar

Biographie:

Felix Schaumburg unterrichtet an der Gesamtschule Barmen in Wuppertal die Fächer Sozialwissenschaften und Chemie. Während Handys und Laptops normalerweise aus dem Klassenzimmer verbannt werden, sollen Schaumburgs Schüler diese gezielt im Unterricht einsetzen können. Schließlich seien Smartphones keine Spielzeuge, sondern vor allem Werkzeuge, findet  Felix Schaumburg. Er vertritt die Perspektive eines „Leitmedienwechsels“: Digitale Medien sind aus unserem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Damit die Schule auf der Höhe der Zeit bleibt, muss sie die neuen Medien integrieren. Evernote erleichtert Schaumburg nicht nur die Unterrichtsvorbereitung, es eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten der Projektarbeit für seine Schüler.

Evernote – überall dabei:

  • Mac
  • Web Client
  • iPad
  • iPhone

(Zum Download der Evernote-Versionen)

Aus der Evernote Galerie nutze ich:

Das digitale Klassenzimmer

Als Lehrer bewegt man sich meist in einem analogen Umfeld. Statt im E-Mail-Postfach landen Einladungen und Termine immer noch im Papier-Postfach im Lehrerzimmer. Für mich ist Evernote eine Schnittstelle zwischen digitaler und analoger Welt: Mithilfe des Tools kann ich jederzeit auf alle Informationen zugreifen, die sonst auf einzelnen Dokumenten oder Ankündigungszetteln in der Schule verteilt sind.

Ich nutze Evernote für…

… meinen gesamten Workflow! Früher habe ich mit vielen verschiedenen Diensten gearbeitet, mittlerweile übernimmt Evernote die meisten Funktionen. Gegenüber GoogleDocs zum Beispiel bietet Evernote den Vorteil, dass alle Notizen auch offline verfügbar sind. Seit Evernote formatierte Texte unterstützt, erstelle ich damit auch Unterrichtsreihen. Anders als bei Dropbox kann ich Dokumente direkt und von überall aus bearbeiten.

Immer alle Unterrichtsdokumente dabei – ohne schwere Aktentasche

Mein Ziel ist es, meine Lehrertasche weitestgehend papierfrei zu halten, also mache ich meine  Unterrichtsvorbereitung inzwischen digital. Dabei unterstützt mich Evernote, vor allem in der Stundenplanung:

Ich lege für jeden Kurs ein eigenes Notizbuch an, in dem ich die einzelnen Stunden vorbereite. Anhand der Überschriften ordne ich die Notizen nach Schulwochen.

Ich notiere nicht nur den Stundenverlauf, sondern verweise auch auf weiterführende Quellen. Hierzu binde ich PDF-Links zu Arbeitsblättern in die Notiz ein oder verlinke auf eine entsprechende Webseite oder auf Youtube. Auf diese Weise habe ich alle Informationen, die ich in der Stunde brauche, an einer Stelle verfügbar. Wenn darüber hinaus Fragen auftauchen, kann ich die Notizen gleich während der Stunde ergänzen. Egal ob an meinem iPad, iPhone, Macbook, am Schulcomputer oder im Web: Ich habe immer Zugriff auf alle relevanten Informationen. Das wird vor allem dann wichtig, wenn man seinen Computer nicht dabei hat und “mal eben noch” etwas ergänzen möchte. Über die Web-Oberfläche von Evernote kann ich dies von jedem Rechner aus realisieren.

Tafelbilder aufheben

Auch während und nach dem Unterricht begleitet mich Evernote. Bevor ich Tafelbilder wieder wegwische, fotografiere ich sie oft ab – entweder per Schnappschuss-Funktion direkt aus Evernote heraus oder via JotNot, einer einfachen Scan-App für das iPhone, die prima mit Evernote zusammenarbeitet. So habe ich meine Tafelbilder in einem Notizbuch archiviert.

Aushänge, Briefe oder Notizen von Kollegen auf Papier digitalisiere ich meist ebenfalls mit JotNot und schicke sie an ein extra hierfür erstelltes Notizbuch in Evernote. Der Vorteil: In Evernote werden durch die Texterkennung auch handschriftliche Texte durchsuchbar. Notizen lassen sich so schneller auffinden.

Die Sharing-Funktion ausnutzen

Tafelbilder oder Stundennotizen in Evernote aufzuheben macht nicht nur zur eigenen Dokumentation Sinn. Bei Bedarf kann ich sie auch anderen Personen zur Verfügung stellen, indem ich sie direkt aus Evernote heraus per E-Mail verschicke oder das entsprechende Notizbuch freigebe. Zum Beispiel, wenn bei meinen Schülern noch Fragen auftauchen oder meine Referendare die Tafelbilder benötigen.

Mit ifttt Evernote für mich arbeiten lassen

Um Arbeitsabläufe zu automatisieren und nicht immer wieder die gleichen Klicks machen zu müssen, finde ich die Integration von Evernote und ifttt super!

ifttt („if this then that“, also: “wenn dies, dann das”) ist ein Webtool, das Onlinedienste miteinander synchronisiert. Einfache Abläufe zwischen zwei Diensten, die man sonst jedes Mal manuell tätigen müsste, lassen sich automatisieren. Mehr zu Evernote und ifttt.

Vor allem für zwei Dinge nutze ich die Zusammenarbeit zwischen Evernote und ifttt:

Dropbox und Evernote: Evernote ist mein zentraler Notiz-Pool. Mit ifttt kann ich ihn über die Dropbox befüllen. Wenn ich Unterlagen scanne, lädt sie mein Scanner zu Hause automatisch in meine Dropbox hoch. ifttt sorgt dafür, dass diese Dateien an Evernote geschickt werden. So muss ich Dokumente nur noch scannen und schon liegen sie nicht nur in der Dropbox, sondern auch in Evernote, wo ich sie ordnen, verschlagworten und durchsuchen kann.

Twitter und Evernote: Wenn ich auf Twitter einen Tweet zu meinen Favoriten hinzufüge, speichert ihn ifttt automatisch in mein Favoriten-Notizbuch in Evernote. Im ifttt-Recipe kann ich bereits das Zielnotizbuch und die Schlagworte voreinstellen.

Da ich in Evernote fast alle meine Arbeitsabläufe zusammenführe, nimmt mir die ifttt-Integration viel Routinearbeit ab.

Meine Lieblingsfunktion 

Synchronisation ist für mich ziemlich wichtig geworden! Mit Evernote habe ich wichtige Infos immer dabei. Das ist sehr nützlich, zum Beispiel wenn ich an einer Konferenz teilnehme: Vor der Konferenz fotografiere ich die Einladung ab und verschlagworte sie. Sobald die Tagesordnungsliste steht, speichere ich sie ebenfalls in Evernote. So habe ich die Themen der Vorträge, Notizen und weitere  Dokumente direkt zur Hand. Während der Konferenz habe ich Evernote stets geöffnet, um mir Notizen zu machen – gerne auch handschriftlich auf meinem iPad, beispielsweise mit den Apps BambooPaper oder Penultimate. Und weil alle Notizen in Evernote gespeichert sind, muss ich keinen Gedanken mehr an eine sortierte Ablage verschwenden.

Evernote im Klassenzimmer

Für Evernote gilt wie für viele andere Werkzeuge auch: Wenn ich selber mit einem digitalen Tool gut arbeite, kann ich auch meinen Schülern leichter zeigen, wie sie ihre digitalen Endgeräte sinnvoll und bereichernd für ihren eigenen Lernprozess einsetzen  können. Nicht selten spricht man mit Schülern über einzelne Apps und Tricks und lernt selber etwas Neues.

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