Zeitlose Notiztechniken für Studierende und Schüler

Tipps & Tricks

Zeitlose Notiztechniken für Studierende und Schüler

Veröffentlicht von Taylor Pipes am 29 August 2016

Veröffentlicht von Taylor Pipes am 29 August 2016

Seit jeher lassen wir uns immer wieder ablenken.

Ganz egal, welchen Beruf oder welche Berufung man hat, Informationen zu erfassen und auszuwerten, ist eine größere Herausforderung als man denkt. Studierende stellen sich ihr jeden Tag. Studien zeigen, dass die Organisation der erste Schritt ist, um die Datenflut zu meistern. Studierende brauchen also zuerst ein System, mit dem sie ihre Notizen organisieren können. Wie man seine Notizen organisiert, kann sich deutlich darauf auswirken, wie gut man sich später noch an die Informationen erinnern kann.

Vielleicht haben auch deshalb Professoren von namhaften Universitäten eigene Systeme zum Erstellen von Notizen entwickelt, um Studierenden bei der effizienten Organisation von Informationen zu helfen. Von Notizsammlungen (Harvard und Oxford im 19. Jahrhundert) bis zu Cornell (New York, 1960er) – effiziente Vorgehensweisen für das Mitschreiben wurden ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Heute legen akademische Einrichtungen wie California Polytechnic Institute oder Stanford University noch immer hohen Wert darauf, ihren Studierenden Methoden zum Notieren zu vermitteln. Die meisten dieser Ansätze beziehen sich jedoch auf Stift und Papier.

Viele Universitäten verweisen Studierende immer noch auf Online-Ressourcen mit Tipps, die sich auf das Notieren mit Stift und Papier beziehen. Dies zeugt von einer gewissen Beharrlichkeit auf traditionellen Methoden, lässt uns aber auch erkennen, dass Studierende motiviert werden sollten, Technologie für das Erfassen von Notizen und Lernen zu nutzen.

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Bild: Das Stanford University Academic Center gibt Tipps zum Mitschreiben und Notieren von Ideen auf Papier unter Verwendung der Cornell-Methode.

Lernen, sich zu erinnern

Studierende und Schüler lernen durch wiederholten Kontakt mit Informationen. Sie zeichnen die Informationen auf und erinnern sich nach Wiederholungen später im Rahmen von Tests, Prüfungen und Klausuren wieder. Der Einsatz von Smartphones und Tablets für das Notieren kann den Lernprozess deutlich verbessern:

  1. Nur die Informationen erfassen und festhalten, die man noch nicht kennt
  2. Wichtigste Lernmaterialien erkennen
  3. Sich Informationen in Erinnerung rufen, indem man späteres Durchlesen plant
  4. Informationen zum richtigen Zeitpunkt wieder präsent machen (Forschung, Ideen beim Schreiben zusammenführen, Klausuren)

Psychologen weisen darauf hin, dass drei verschiedene Gedächtnisschritte notwendig sind, um sich Informationen zu merken und Wissen aufzubauen. Diese Stufen gleichen interessanterweise den Etappen beim Erstellen von Notizen.

  • Kodieren (Notizen aufschreiben, Informationen erfassen und Audio oder Fotos aufnehmen)
  • Speichern (Notizheft, Stift und Papier oder digitale Systeme wie Evernote)
  • Abrufen (Notizen und gesammelte Informationen erneut aufrufen und durchlesen)

Studierenden und Schülern ist dieses System nur allzu gut bekannt: Wissen erfassen und dann in einem System so festhalten, dass die Informationen später bei Prüfungen, Tests und Klausuren eingesetzt werden können.

Notizstil auswählen

Jeder hat ganz eigene Notizstrategien. Welche Methoden man einsetzt, spiegelt nicht nur wider, welchen Ansatz man in Bezug auf Produktivität verfolgt, sondern lässt auch auf die Denkweise und den kreativen Arbeitsablauf schließen. Für manche Menschen ist das Organisieren von Informationen in Gliederungen und Listen das Erfolgsgeheimnis. Andere benötigen visuelle Systeme, um Informationen in einem neuen Licht zu sehen.

Unabhängig davon, welches System man verwendet, die Herausforderung bleibt bestehen: Wie erkennen wir wichtige Informationen, wie analysieren wir sie und entscheiden, was für uns nützlich ist?

Der Prozess klingt kompliziert. Es gibt jedoch zwei Hauptkategorien für Notizsysteme: linear und nicht linear. Die Methode, die wir schlussendlich einsetzen, hängt jedoch von persönlichen Vorlieben, unserer Umgebung und auch davon ab, wie unser Gehirn funktioniert. Hier findet ihr die häufigsten Methoden. Sie alle können ganz einfach in Evernote umgesetzt werden.

METHODE DER GLIEDERUNG

Diese Methode geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Die Gliederung ist eine klassische und lineare Notiztechnik, bei der Informationen neben römischen oder arabischen Ziffern organisiert werden.

Die Langlebigkeit dieses Systems ist Teil seines Vermächtnisses: Es funktioniert auf Papier, kann aber auch ganz einfach digital umgesetzt und verwendet werden.

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In Gliederungen können auch Aufzählungspunkte oder andere Zeichen und Symbole eingesetzt werden.

Diese Taktik zum Mitschreiben funktioniert in fast allen Unterrichtsumgebungen und ermöglicht euch, Inhalte relativ schnell festzuhalten. Ihr könnt nicht nur Schüsselthemen notieren, sondern auch einordnen und verinnerlichen, in welchem Zusammenhang die untergeordneten Themen mit den größeren Konzepten stehen. Da mit diesem Ansatz die wichtigsten Punkte einer Vorlesung notiert werden, können diese Aufzeichnen später ganz einfach in Fragen verwandelt werden, die ihr beim Lernen für Prüfungen nutzen könnt.

CORNELL-METHODE

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Die Methode wurde in den 1950ern an der Universität Cornell entwickelt. Das System wird oft als die beste aller Notiztechniken bezeichnet:

  1. Festhalten: Schreibt während der Vorlesung in der linken Spalte mit, um den Vortrag in Sätzen festzuhalten.
  2. Fragen: Stellt kurz nach Ende der Vorlesung (während der Stoff noch in frischer Erinnerung ist) in der rechten Spalte Fragen zu den Notizen. Das Verfassen von Fragen hilft dabei, die Bedeutung des Gehörten zu unterstreichen, Zusammenhänge zu erkennen, Kontinuität zu erreichen und das Gedächtnis zu festigen. Diese Fragen sind dann später beim Lernen für Prüfungen hilfreich.
  3. Wiedergeben: Deckt die Notizspalte mit einem Blatt Papier ab. Seht euch dann die Fragen oder Stichwörter in der rechten Spalte an und antwortet laut und in euren eigenen Worten auf die Fragen, Fakten oder Ideen, die durch die Schlagwörter dargestellt werden.
  4. Durchdenken: Denkt über den Stoff nach und stellt euch Fragen wie „Welche Bedeutung haben diese Fakten? Auf welchen Prinzipien basieren sie? Wie kann ich sie anwenden? Wie passen sie zu meinem vorhandenen Wissen? Was ist der Kontext dieser Fakten?“.
  5. Erneut durchlesen: Seht euch eure Mitschrift mindestens 10 Minuten pro Woche durch. So könnt ihr bereits vieles für die Prüfung verinnerlichen.

Mehr Tipps für noch bessere Notizen

Von Kommentaren bis zu Hervorhebungen – hier findet ihr weitere Methoden, um eure Notizen zu perfektionieren.

  • Stellt Fragen.
  • Denkt gründlich über den Stoff nach, den ihr lest.
  • Führt Quellen an. In vielen Lehrveranstaltungen sind kommentierte Bibliographien abzuliefern. Spart Zeit, indem ihr die Quellen direkt beim Lernen aufschreibt.
  • Blinkist: Blinkist fasst Sachbuch-Bestseller in cleveren und einfach zu lesenden Kurztexten von 15 Minuten zusammen, die ihr als Text oder Audio in einer App für Smartphones und Tablets oder in deinem Webbrowser aufrufen könnt. In Blinkist markierte Textstellen können automatisch in Evernote synchronisiert und dann jederzeit ganz einfach wieder gefunden und durchsucht werden. Weitere Informationen
  • Instapaper: Speichert mit nur einem Klick Artikel und Webinhalte auf eurem iOS- und Android-Gerät oder Kindle. Ihr könnt Notizen, Kommentare oder Markierungen mithilfe dieser IFTTT-Kombinationen direkt in Evernote speichern.

Es ist erstaunlich, wie sich Notiztechniken weiterentwickelt haben und noch immer Teil unseres Lebens sind. Seit Jahrhunderten hat sich das Grundkonzept nicht verändert. Dank Notizen können wir wichtige Informationen vom Rest unterscheiden und so effizienter lernen. Wie verwendet ihr diese Notizsysteme?

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