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So organisiert ihr euer Zuhause 2017

So organisiert ihr euer Zuhause 2017

Veröffentlicht von Pamela Rosen am 23 Februar 2017

Veröffentlicht von Pamela Rosen am 23 Februar 2017

Das neue Jahr ist nun nicht mehr ganz so frisch und wir haben uns inzwischen an die Zahl 2017 gewöhnt. Jetzt wollen wir natürlich sicherstellen, dass wir unsere Neujahrsvorsätze auch wirklich umsetzen. Bei Evernote stehen die digitale Organisation und Produktivität im Vordergrund, aber auch unsere physische Welt ist wichtig. Daher haben wir Sam von Simply Organized zu einem Gespräch eingeladen. Sie erzählt uns, wie wir damit beginnen können, unser Zuhause zu organisieren.

Sam hat sich auf die Arbeit mit Familien spezialisiert. Sie kommt zu ihren Kunden nach Hause und hilft ihnen dabei, die Räume so zu organisieren, wie es für die Familie am sinnvollsten ist. Sie ist eine Expertin, wenn es um Regale, Schubladen, Kisten und Schachteln geht, und fühlt sich so richtig entspannt, wenn sie Dinge zusammenlegen und wegräumen kann. Obwohl sie hauptsächlich mit Müttern mit kleinen Kindern arbeitet, hilft sie auch Paaren, die in eine kleinere Wohnung umziehen, nachdem die Kinder ausgezogen sind.

„Beim Organisieren geht es hauptsächlich darum, Dinge zu vereinfachen“, erzählt Sam dem Kommunikationsdirektor bei Evernote, Josh Zerkel. „Es geht darum, ein Problem zu lösen, und einfach genau das zu finden, wonach man sucht.“

Sam rät, beim Organisieren nicht nach Perfektion zu streben. „Durch den Einfluss der sozialen Medien glauben wir, alles sei perfekt“, erklärt sie. „Aber diese Fotos sind kunstvoll inszeniert. Niemand lebt wirklich in diesen Räumen. Wir leben aber in unserem Zuhause und das bringt manchmal etwas Unordnung mit sich.“

Der Unterschied zwischen Organisieren und Aufräumen

Sam weist ihre Kunden darauf hin, dass der Schlüssel für die Organisation zu Hause ein System ist, in dem alles seinen Platz hat. „Mit der Organisation kann man die größten Probleme lösen“, erklärt sie. „Man braucht einen Ort, an dem man die Dinge hinräumen kann.“ Aber wie sie den Tausenden Live-Zusehern versichert, heißt Organisation nicht, dass man Dinge kaufen muss, um die Unordnung loszuwerden.

„Ich organisiere gerne ohne Aufbewahrungsbehälter“, führt Sam aus. „Man muss lernen, wie man Dinge faltet. Beim Organisieren geht es nicht um die Behälter. Man braucht zwar die richtigen Regale und Fächer, aber das heißt nicht, dass man ein Vermögen dafür ausgeben muss.“ Wenn sie aber doch Behälter zur Aufbewahrung braucht, achtet sie auf den Verkaufszyklus der Geschäfte. Sie weiß genau, wann es für Artikel zur Aufbewahrung den größten Rabatt gibt, und schlägt dann zu. In der Zwischenzeit gibt sie den Zuschauern den Tipp „die Kisten zu verwenden, die man bereits hat, oder im 1-Euro-Shop ein Schnäppchen zu ergattern.“

Erste Schritte

Eine der größten Herausforderungen, wenn man damit beginnen möchte, sein Zuhause zu organisieren, ist genau das – wissen, wo man anfangen soll. Vielleicht ist man einfach überwältigt von der schieren Anzahl der Räume, die man ordnen möchte. Küche, Schlafzimmer, Schrank oder Wohnzimmer? Sam schlägt vor, sich zu überlegen, welcher Raum einem Kopfzerbrechen bereitet, bevor man loslegt. In vielen Fällen sei es die Garage, erklärt Sam. „Das ist der Eingangspunkt“, führt sie aus. „Es ist das Erste, was man sieht, wenn man nach Hause kommt. In vielen Häusern ist die Garage eine Art Sammelstelle. Aber vielleicht möchte man gerne eine Fitnessecke oder einen Platz zum Malen. Die Garage umzugestalten, kann sehr zufriedenstellend sein.“ Natürlich hat nicht jeder eine Garage. Aber diesen Punkt kann man einfach auf den Eingangsbereich umlegen. Wenn man nach Hause kommt und Unordnung das Erste ist, was man sieht, kann dies Stress auslösen. Unser Zuhause sollte aber ein Ort der Ruhe und Entspannung sein.

Tücken der Organisation

Man darf sich nicht von der Größe der Aufgabe einschüchtern lassen, erklärt Sam. Legt eine Zeitspanne wie 15 bis 20 Minuten fest, schnappt euch einen Müllbeutel und sucht nach Dingen, die ihr wegschmeißen könnt. „Ihr werdet so viele Beutel anfüllen“, vergewissert Sam. „Und ich spreche nicht von Dingen, die man spenden kann, sondern von wirklichem Müll.“ Bevor man sein Zuhause organisieren kann, muss man es erst „korrigieren“. Also Dinge wegwerfen, die man nicht mehr haben möchte. Konzentriert euch auf einen Bereich und überschreitet eure festgelegte Zeit nicht.

Josh, selbst ein zertifizierter Organisationsberater, fügt hinzu, dass die Entwicklung von Organisationsgeschick mit dem Aufbau von Muskeln verglichen werden kann. Es geht nicht alles auf einmal. Man braucht viele kurze Trainingssitzungen, um Muskelmasse aufzubauen. Wichtig ist dabei, am Ball zu bleiben und nicht zu viele Projekte gleichzeitig zu verfolgen. „Nehmt immer ein Projekt nach dem anderen in Angriff. Beginnt kein neues Vorhaben, bevor ihr das alte nicht abgeschlossen habt.“

Wenn emotionale Lasten zu physischen Lasten werden

Josh und Sam stimmen überein, dass Emotionen eine zentrale Rolle in Organisationsprojekten spielen. Viele Menschen haben ein Problem mit, wie Sam es nennt, „sentimentalem Gerümpel“. Das sind diese Dinge, die man im Laufe der Jahre ansammelt und die lediglich zur Erinnerung an schöne Momente dienen. Man verwendet diese Dinge nicht mehr, aber man bringt es auch nicht übers Herz, sie wegzuwerfen. Diese Dinge sind zweifellos unnützer Kram, aber sie lösen bestimmte Gefühle aus. „Beginnt damit, den Auslöser dieser Gefühle zu verstehen“, schlägt Sam vor. „Was löst diese Gefühle in mir aus? Diese Objekte bauen auf Erinnerungen auf. Macht es euch damit nicht zu schwer.“

„Hier kommt Evernote ins Spiel“, fügt Josh hinzu. „Ihr könnt Fotos von diesen Dingen machen. Wenn ihr ihnen dann Schlagwörter für jede ausgelöste Erinnerung hinzufügt, kann dies genauso wertvoll sein, wie das Objekt tatsächlich in der Hand zu halten. Das ist ein guter Kompromiss, um zwar alles zu behalten, aber mehr Platz zu haben.“

„Wenn es in der Schule funktioniert, muss es auch zu Hause machbar sein.“

Sam hat drei Kinder und glaubt, dass Lehrer die besten Organisationstalente der Welt sind. „Im Klassenzimmer gibt es keine Unordnung“, erklärt Sam. „Es gibt ein System. Die Kinder wissen, wenn sie sich etwas nehmen, müssen sie es auch wieder zurücklegen. Alles ist ganz klar beschriftet. Wenn Kinder das in der Schule können, gibt es keinen Grund, warum es nicht auch zu Hause möglich sein sollte.“ Sie empfiehlt Müttern, sich etwas von den Klassenzimmern ihrer Kinder abzuschauen und das gleiche System einzusetzen.

Wann Hilfe notwendig ist

Die Zuschauer des Live-Events wollten wissen, wie man erkennt, dass man einen professionellen Organisationsberater braucht. Viele Menschen gefällt der Gedanke nicht, sich jemanden zur Beratung nach Hause zu holen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Sie verstehen zwar, dass sie ein Problem haben, aber haben gemischte Gefühle, wenn es darum geht, einem Fremden ihr Zuhause zu öffnen und ihm zu erlauben, persönliche Gegenstände zu sehen und zu berühren. Kunden haben oft das Gefühl, beurteilt zu werden.

„Wenn ihr das Gefühl habt, dass euch der ganze Kram über den Kopf wächst, ist es vielleicht an der Zeit, einen Organisationsberater einzuschalten“, antwortet Sam. „Wenn ihr Ewigkeiten braucht, um aus der Tür zu kommen, und spät dran seid, ist ein guter Zeitpunkt gekommen.“ Sie weist jedoch darauf hin, dass Berater nicht unbedingt persönlich eingreifen müssen. „Professionelle Organisationsberater müssen die Dinge nicht berühren. Man kann sich auch einfach beraten lassen.“

„Es ist nicht wie im Fernsehen“, erklärt Josh mit einem Schmunzeln. „Wir kommen nicht zu euch nach Hause, schmeißen alles raus und machen Witze. Das passiert nur im Fernsehen. Wir geben euch genügend Zeit und Raum, um Entscheidungen zu treffen.“

Weitere Tipps von Sam gibt es in Simply Organized auf Instagram, in Facebook und in ihrem Blog. Sam arbeitet ausschließlich in Teilen der Bay Area in Kalifornien, Verbände von Organisationsexperten gibt es jedoch auf der ganzen Welt. Unter www.organisemyhouse.com/need-help/ seht ihr eine Liste der Netzwerke, über die ihr den richtigen Ansprechpartner in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Australien, Kanada und Neuseeland findet.

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